Donnerstag, 12. April 2018

Neuer Band des Lexikons der Bestattungs- und Friedhofskultur in Arbeit - Begriffe aus Literatur, Musik, Fotografie und Film

Vom Lexikon der Bestattungskultur sind in Kassel inzwischen die Bände 1-3 und der Band 5 erschienen. Schon an dem zuletzt erschienenen Band 5 haben Mitglieder des damaligen Beirates für Grundlagenforschung der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal in Kassel mitgearbeitet. Er ist den Persönlichkeiten der Sepulkralkultur - also Personen, die einen wichtigen Beitrag zum Thema Sterben, Tod, Bestattung und Erinnerung geleistet haben - gewidmet. Auch ich habe dazu verschiedene Beiträge geschrieben und verantworte auch die Schlussredaktion.

Inzwischen ist der noch fehlenden Band 4 vom Beirat anvisiert worden. Ursprünglich sollte er das Thema der Bestattungs- und Friedhofskultur im Bereich der Medien beinhalten. Doch wurde bald klar, dass diese Aufgabe zur Zeit noch zu hoch gesteckt ist, da die Grundlagenforschung in vielen Bereichen fehlt. Deswegen wird sich dieser Band auf 100 (oder mehr) Begriffe aus Literatur, Musik, Fotografie und Film beschränken, die mit Tod und Sterben zusammenhängen. Die Arbeitsgruppe für diesen Band, der auch ich angehöre, hat sich inzwischen auf eine Liste von Stichworten geeinigt, die zwar noch nicht endgültig, aber doch schon umfangreich ist. Es liegt auch schon eine ganze Reihe von Artikeln vor. Doch sind noch längst nicht alle geschrieben.

Falls jemand von meinen Lesern Interesse hat, das eine oder andere Stichwort zu bearbeiten, möge er oder sie sich bitte direkt bei mir melden (barbara.leisner(at)gmail.com). Ich stelle dann die Stichwortliste zur Verfügung. Es fehlen zum Beispiel noch Texte zu den Stichworten: Bestatter (Thema in Literatur/im Film) und Bestattung allgemein; Blut; Bühnentod; Giftmord; Heldentod; Henker; Kriegsfilm; Opfertod und andere.

Mittwoch, 11. April 2018

Ein neuer Verein für den jüdischen Friedhof in Münster


Grabmäler auf dem Jüdischen Friedhof in Münster
(Foto: Von Suedwester93 15:13, 6. Mai 2008 (CEST) -
Selbst fotografiert, Gemeinfrei,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50526964
Ende letzten Jahres hat sich in Münster ein neuer „Verein zur Förderung des Jüdischen Friedhofs an der Einsteinstraße Münster“ gegründet. Ein wichtiges Ziel des Vereins ist die Fortführung und Pflege der Website des Friedhofs mit ihrer wissenschaftlichen Dokumentation. Diese Dokumentation wurde seit 2012 in einem Projekt am Seminar für Exegese des Alten Testaments der Katholisch-Theologischen Fakultät erarbeitet und mit einem Festakt im März 2015 im Gemeindesaal der Jüdischen Gemeinde Münster freigeschaltet. Unter der Leitung von Prof. Dr. Marie-Theres Wacker haben der Theologe Ludger Hiepel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar, und andere über 400 Grabsteine des Friedhofes, die aus dem 19. und 20. Jahrhundert stammen, für diese virtuelle Präsentation bearbeitet. Die Gräber können über einen interaktiven Plan oder über Personennamen angewählt werden. Die Seiten für die einzelnen Personenseiten zeigen Fotos der Grabsteine und ihre Inschriften mit Übersetzung aus dem Hebräischen, sowie weitere Informationen.

Zu den Gründungsmitgliedern gehören sowohl der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Münster, wie weitere Gemeindemitglieder und die Universitätsangehörigen, die das Erfassungsprojekt initiiert haben. Inzwischen hat die Regierungspräsidentin die Schirmherrschaft für den Verein übernommen und unterstreicht damit das öffentliche Interesse an diesem besonderen Kulturdenkmal in Münster.

Als Ziele des Vereins werden u.a. die umfassende Aufarbeitung der Friedhofsgeschichte und eine kunsthistorische Erschließung der Grabsteine genannt, sowie die Auswertung der in den Inschriften greifbaren Informationen zur sozialen Zusammensetzung der Gemeinde.